Spiegel – “Antisemitismus in Deutschland fest verankert”

Nicht nur in rechtsextremen und islamistischen Milieus, auch im Alltag ist der Antisemitismus in “erheblichem Umfang” in der deutschen Gesellschaft verankert, heißt es in der Studie. Es gebe mittlerweile eine “bis weit in die Mitte der Gesellschaft verbreitete Gewöhnung an alltägliche judenfeindliche Tiraden und Praktiken”. “Antisemitismus in unserer Gesellschaft basiert auf weit verbreiteten Vorurteilen, tief verwurzelten Klischees und auf schlichtem Unwissen über Juden und das Judentum”, sagte der Historiker Peter Longerich.

Das mit den s.g. “Experten” ist ja immer so eine Sache. Inzwischen schimpft sich ja jeder Experte, der das Wort fehlerfrei buchstabieren kann.

Dennoch entspricht das was in diesem Bericht steht durchaus auch meiner Wahrnehmung.

Es sind gar nicht so sehr die großen rechtsradikalen Sprüche, sondern eher der kleine versteckte, oft sehr subtil daher kommenden Antisemitismus und auch allgemein Vorbehalte, Vorurteile gegen alles “nicht normale” und “fremde”, ebenso diese unsägliche Angst vor der vermeintlichen “Islamisierung” des Landes.

Das Schlimme dabei ist, dass sich dies durch alle Teile der Gesellschaft zieht und eben nicht nur durch die “unteren” Schichten.

Allerdings stellt sich natürlich immer die Frage wo Kritik, egal ob berechtigt oder auch nicht,  aufhört und Antisemitismus anfängt …?

Gerade in Krisenzeiten, egal ob sie nun real oder nur eingebildet sind, scheint der Verstand vieler Menschen in den Arsch zu rutschen um beim Schieben zu helfen …

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